Nachtangeln

In der wärmeren Jahreszeit lassen sich gute Fänge besonders in den Abend – und Nachtstunden erzielen, da die Fische am Tag träge und beißfaul sind. In flachen und nährstoffarmen Gewässern fressen Fische bevorzugt nachts. Besonders lohnenswert ist das Ansitzen auf Karpfen, Schleie, Zander oder Aal. Die Angler müssen am Wasser sehr behutsam vorgehen, da die Fische deutlich empfindlicher reagieren als am Tag. Zum Nachtangeln kann man die gleiche Ausrüstung wie am Tag verwenden, zusätzlich sollten geeignete Lichtquellen wie Taschenlampe oder Stirnlampe, Knicklichter und Bissanzeiger (z.B. Aalglocke) zur Ausrüstung gehören.

see, skandinavien

Der Angelplatz sollte nach Möglichkeit im hellen bezogen werden, so ist ausreichend Zeit vorhanden, um die Umgebung zu erkunden. Alle Geräte und Hilfsmittel sollten übersichtlich angeordnet und sortiert sein. Am Wasser muss man sich so unauffällig wie möglich bewegen, die Angeln sollten auch nicht alle 10 Minuten kontrolliert werden, jedes Auswerfen sorgt für Unruhe in und am Wasser. Bei der Köderwahl ist zu beachten, dass stark duftende Köder die Fangaussichten erhöhen, da die Fische in den Nachtstunden mehr ihrem Geruchsinn als ihren Augen trauen. Beim Spinnfischen sollten helle und fluoreszierende Köder verwendet werden. Solche Tätigkeiten wie Haken binden oder Vorfächer vorbereiten sollten bereits zu Hause erledigt werden.

Da es selbst im Hochsommer nachts sehr kalt werden kann, sollte an warme Bekleidung und heiße Getränke gedacht werden, gegen einen generellen Wetterumschwung kann man sich mit einem Angelschirm oder einem Zelt schützen. Um es sich einmal richtig bequem machen zu können, sollte auch an eine weiche Unterlage gedacht werden.