Fliegenfischen

fluss, skandinavien

Fliegenfischen ist eine besondere Methode, um auf Fischfang zu gehen. Der Name leitet sich von den verwendeten Ködern ab: Diese imitieren die typischen Beutetiere, wie z.B. Flug- oder Wasserinsekten, der beangelten Fischarten. Ganz ambitionierte Fliegenfischer basteln sich ihre Köder selbst, man kann in Fachgeschäften aber auch eine gute Auswahl an geeigneten Ködern finden. Der Hauptunterschied zu anderen Angelmethoden ist die Art des Wurfs. Als Wurfgewicht wird weder ein Bleigewicht, noch das Eigengewicht eines Blinkers verwendet. Da die Fliege zum Werfen zu leicht ist, kommt eine besondere Angelschnur, mit entsprechendem Gewicht, zum Einsatz. Durch spezielle Wurftechniken wird der Köder an dieser dann an die gewünschte Position gebracht. Viele Liebhaber dieser Angelmethode legen dabei besonderen Wert auf einen ästhetischen und kunstvollen Wurf.

Die Fliegenruten sind in verschiedene Klassen eingeteilt. Je nach Art des Gewässers, beangelter Fischart und verwendeter Fliege wird eine andere Fliegenrute benötigt. Eine Fliegenrute der Schnurklasse 5 eignet sich beispielsweise für kleinere Fischarten wie Barsche und kleinere Forellen. Die Fliegenschnüre werden in verschiedene Schnurtypen eingeteilt. Weit verbreitet sind "WF" (die Schnur wird nach vorne hin dicker) und "DT" (die Schnur verjüngt sich beidseitig). Erstere lässt sich leichter werfen, wo hingegen die "DT"-Schnüre ein sanfteres Platzieren des Köders auf dem Wasser ermöglichen. Je nach Sinkverhalten werden die Schnüre zusätzlich noch in Klassen eingeteilt. Die AFTMA-Klassen geben an ob, und wie schnell, die Schnüre sinken. Fliegenfischen ist ein sehr anspruchsvolles Hobby. Neben den technischen Grundlagen ist auch eine gewisse Insektenkunde notwendig, damit der, zu jeder Jahreszeit und Fischart, passende Köder verwendet wird.